Forum Küttigen 2040: Wenn Vielfalt sichtbar wird und Zukunft Gestalt annimmt
- Andrea Pfäffli
- 19. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Jan.
Am Samstag, 17. Januar 2026, fand in der Mehrzweckhalle Dorf in Küttigen das öffentliche Forum zum Entwicklungsleitbild Küttigen 2040 statt. Rund 80 Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Einladung, um sich aktiv mit der Zukunft ihrer Gemeinde auseinanderzusetzen. Das Forum markierte einen wichtigen Meilenstein im laufenden partizipativen Prozess.

Ein Forum auf Basis gemeinsamer Vorarbeit
Dem Forum gingen mehrere Workshops mit spezifischen Anspruchsgruppen voraus – unter anderem mit Eltern, jungen Erwachsenen, Schülerinnen und Schüler sowie Vertretenden aus dem Gesundheits- und Alterswesen. Die dort gesammelten Anliegen wurden verdichtet und bildeten die inhaltliche Grundlage des Forums. Ziel war es, diese Resultate der Gesamtbevölkerung zugänglich zu machen, zu ergänzen und ein Stimmungsbild zur Gewichtung der Themen zu erhalten.
Acht Megatrends, viele Perspektiven
In der Turnhalle waren die bisherigen Ergebnisse entlang von acht Megatrends visualisiert: Neo-Ökologie, Mobilität, Urbanisierung, Individualisierung, Digitale Transformation, Sicherheit, Demografischer Wandel und Gesundheit. An grossen Stellwänden konnten sich die Teilnehmenden informieren, ins Gespräch miteinander kommen und eigene Anliegen ergänzen – ausdrücklich ohne Anspruch auf Konsens. Unterschiedliche und auch konträre Sichtweisen waren erwünscht.
Das Forum war in mehrere Runden gegliedert. In wechselnden Gruppen setzten sich die Teilnehmenden jeweils mit einem Megatrend auseinander, nach den thematischen Runden bestand zusätzlich die Möglichkeit, alle Stellwände individuell zu besuchen.
Wer war dabei? – Ein kleines Spiel als Einstieg
Zu Beginn des Forums machte ein soziometrischer Einstieg sichtbar, wie vielfältig die Teilnehmenden zusammengesetzt waren. In der Mehrzweckhalle trafen Menschen unterschiedlicher Generationen, Geschlechter, Lebens- und Wohnsituationen aufeinander – aus beiden Dorfteilen Küttigen und Rombach, mit unterschiedlich langer Wohndauer in der Gemeinde und verschiedenen beruflichen Hintergründen. Neben Einzelpersonen und Familien waren auch mehrere Vereinsvertretungen anwesend, die ihre Perspektiven aktiv einbrachten.
Es zeigte sich eine bemerkenswerte Durchmischung und ein breites Interesse daran, sich mit der Zukunft der Gemeinde auseinanderzusetzen.

Gemeinsam Schwerpunkte setzen
Zum Abschluss wurden die eingebrachten Anliegen mittels «Dotmocracy» gewichtet: Jede Person (und jeder Verein) konnte fünf Punkte bei jenen Themen anbringen, die ihr besonders wichtig sind. So entstand ein klares Stimmungsbild zu den zentralen Anliegen für Küttigen 2040. Eine wertvolle Grundlage für die nächsten Prozessschritte.
Ein gelungener Zwischenschritt im Prozess
Das Forum machte deutlich, wie stark sich viele Bewohnerinnen und Bewohner mit Küttigen verbunden fühlen. Die engagierte Beteiligung und der wertschätzende Austausch zeigten eine breite Bereitschaft, sich aktiv mit der Zukunft der Gemeinde auseinanderzusetzen – auch im Wissen, dass in Küttigen bereits vieles gut funktioniert und geschätzt wird.
Das Entwicklungsleitbild Küttigen 2040 knüpft bewusst an diesen bestehenden Stärken an. Es geht darum, Bewährtes zu bewahren und dort weiterzudenken, wo sich Entwicklungspotenzial zeigt. Gleichzeitig war das Forum weder eine Abstimmung noch ein Wunschkonzert. Als Denkraum für Ideen und Perspektiven bot es Platz für unterschiedliche Sichtweisen, ohne den Anspruch, dass alle Anliegen direkt umsetzbar sind.
Die Ergebnisse des Forums fliessen nun gemeinsam mit den bisherigen Workshop-Resultaten in die weitere Ausarbeitung des Entwicklungsleitbilds ein. In den kommenden Monaten folgt ein weiterer Workshop mit Vertretungen der Kommissionen, Parteien und des Gewerbes. Anschliessend berät der Gemeinderat die finale Version des Entwicklungsleitbilds und setzt dieses strategische Papier in Kraft und der Bevölkerung vorgestellt.








































































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